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Fertilisal S® 1

Nützliche Hinweise

Fertilisal S® ist ein Kombinationspräparat aus

Aristolochia clematitis: die Osterluzei (Familie der Aristolochiaceae) ist im südlichen Europa (und auch in Süddeutschland) heimisch. Verwendet wird das frische Kraut zu Beginn der Blüte. Bereits im Altertum wurde die Aristolochia als Heilpflanze bei der Geburt und im Wochenbett eingesetzt.

Cimicifuga racemosa oder Actea racemosa: das Wanzenkraut (Familie der Ranunculaceae) ist in den USA und Kanada heimisch, in Europa lediglich als Gartenpflanze kultiviert. Verwendung findet der frische Wurzelstock.

Pulsatilla pratensis: die Kuhschelle oder Küchenschelle (Familie der Ranunculaceae) ist in ganz Europa zu finden. Verwendet wird die frische, blühende, ganze Pflanze.

Wirkungsrichtung:

  • Eierstöcke, Eileiter (Aristolochia, Cimicifuga, Pulsatilla)
  • Gebärmutter (Aristolochia, Cimicifuga, Pulsatilla)
  • Niere und Harnwege (Aristolochia)

Die Organwirksamkeit aller drei Bestandteile von Fertilisal S® ist auf die Eierstöcke, die Eileiter und die Gebärmutter ausgerichtet. Leitsymptom: Besserung bei Bewegung und Wärme

Zur Verbesserung der Wurfstärke wird Fertilisal S® häufig in der Hundezucht angewandt.
Fertilisal S® wird zur Behandlung von Sterilität, Azyklie, mangelhafter Fruchtbarkeit und ungenügend ausgeprägter Brunsterscheinungen (stille Brunst oder Läufigkeit) verwendet. Die Kombination der drei Bestandteile Aristolochia, Cimicifuga und Pulsatilla ermöglicht eine optimale Wirkung auf Eierstöcke, Eileiter und Gebärmutter

  • bei ausbleibender oder verspäteter Läufigkeit bzw. Brunst, Ausfluss, Cystitis (Reizblase)
  • zur Geburtserleichterung bei Wehenschwäche und bei drohendem Abort

Fertilisal S® ist grundsätzlich bei allen Tierarten wirksam. Aufgrund des Bestandteils Aristolochia ist (trotz der hohen Potenz C 30) die Anwendung bei lebensmittelliefernden Tieren nicht gestattet.

In der Hunde- und Katzenzucht wird Fertilisal S® zur Verbesserung der Wurfstärke sowie zur Auslösung und Verstärkung der Läufigkeit angewandt. Die Hündin erhält 1-2 Monate vor der erwarteten Läufigkeit eine Fertilisal S®-Injektion. Zu Beginn der Läufigkeit kann noch einmal Fertilisal S® injiziert werden, aber auch eine alleinige Injektion zu Beginn der Läufigkeit ist wirksam (v. a. in den Fällen, in denen es versäumt wurde, vor der Läufigkeit zu behandeln).
Das gleiche gilt für die Behandlung mit Tropfen. Diese können noch bis zum Decktermin verabreicht werden. Bei der Katze genügen in der Regel zwei Injektionen im Abstand von 1 bis 8 Tagen.

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