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Staphylosal® 10

Nützliche Hinweise

Der Wirkstoff in Staphylosal® ist Hepar sulfuris calcareum, auch Calcium sulfuratum Hahnemanni oder Kalkschwefelleber genannt. Es handelt sich hierbei um ein Pulver, welches durch Mischen und Glühen von gleichen Teilen Schwefelblume und dem weißen Inneren von Austerschalen entsteht.

Als Doppelmittel aus Sulfur und Calcium vereinigt Hepar sulfuris die Wirkung beider Mittel, die des Sulfur auf Haut und Schleimhaut, des Calciums auf die Drüsen.

Wirkungsrichtung

  • auf Haut, Schleimhaut und Anhangsgebilde
  • obere und untere Atemwege
  • Magen-Darm-System
  • Nieren und ableitende Harnwege

speziell bei

  • eitrigen Entzündungen

Leitsymptome sind Überempfindlichkeit gegen Berührung und gegenüber Schmerzen sowie kalter Luft, die mehr oder weniger stark ausgeprägt sein können; große Neigung zu Eiterungen überall.
Nach Mezger wird durch den Kalkanteil die Schwefelwirkung weitgehend modifiziert, was dann die enge Beziehung von Hepar sulfuris zu den Lymphdrüsen und zu den exsudativen (Flüssigkeiten absondernden) Prozessen der Haut und der Schleimhäute bewirkt.
Hepar sulfuris ist ein gutes Mittel gegen alle Arten lokaler eitriger Entzündungen und Eiterungen. Der Produktname wurde gewählt, da dieses Arzneimittel eine besonders gute Wirkung gegen Staphylokokken (gram-positive Bakterien) zu besitzen scheint.
Nach Mezger wird Hepar sulfuris insbesondere dann gegeben, wenn sich der Eiterungsprozess trotzdem in Richtung Eiterung entwickelt und auch nach der Eröffnung wird es solange weitergegeben, bis die umgebende Entzündung abgeklungen ist.
Lachesis, Pyrogenium und Echinacea sind ebenfalls Mittel, an die bei akuter septischer (zur Blutvergiftung führender) Tendenz von Eiterungen gedacht werden muss. (Präparate siehe Wirkstoffverzeichnis)

Hepar sulfuris ist darüber hinaus ein Konstitutionsmittel (Konstitution = Gesamtheit aller Eigenschaften eines Individuums) bei infektanfälligen Tieren, z. B. mit rezidivierenden (wiederkehrenden) Katarrhen oder Anginen. Hepar sulfuris ist pharmakologisch eng verwandt mit Sulfur (siehe Dermisal), welches im Unterschied zu Hepar sulfuris eher bei trockenen bis wässrig nässenden Entzündungen angezeigt ist.

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